Samtgemeinde Lühe

Grünendeich

Die Gemeinde Grünendeich ist eine von 6 Mitgliedsgemeinden und liegt zwischen Steinkirchen und Hollern-Twielenfleth.

Bürgermeisterin : Dr. Maren Köster-Hetzendorf

Stichtag: 30.06.2009
Einwohner: 1.907
Größe: 3,93 km²

Der Rat der Gemeinde Grünendeich stellt sich vor

Der Rat der Gemeinde Grünendeich

Willkommen auf der Seite der Gemeinde Grünendeich. Hier finden Sie spezielle Informationen über die Gemeinde Grünendeich.

Mitglieder des Rates Grünendeich von links nach rechts: vordere Reihe: Hans-Günther Düwel, Udo Giese, Dr. Maren Köster-Hetzendorf, Kirsten Scholz, Nicole Freiwald, Ralph Ebers hintere Reihe: Hans-Heinrich Schenk, Axel Noormann, Gerald Wolpers, Johann Frese, Hans-Peter Rinck, Günther Pape nicht im Bild Rolf Lühders


Hier finden Sie die Vorstellung der Ratsmitglieder


Kontakt

Die Bürgermeisterin bzw. ihr Vertreter sind donnerstags für Sie da. Kommen Sie in die Sprechstunde, 17.00 - 18.00 Uhr, ins Rathaus.


Einladung zur Einwohnerversammlung in Grünendeich

Am 21. Januar 2010 findet um 19.00 Uhr in Grünendeich im Haus  „ Zur Schönen Fernsicht“, Obstmarschenweg 4, eine Einwohnerversammlung statt.

Alle Einwohner der Gemeinde Grünendeich sind eingeladen, sich über das Projekt „Kultur- und Veranstaltungshaus Schöne Fernsicht“ zu informieren.

Moderiert von Bürgermeisterin Dr. Maren Köster-Hetzendorf werden Architekt Fritz Schleif die geplanten baulichen Maßnahmen, Unternehmensberater Michael Scholz von Scholz Interim das Konzept als Kultur- und Veranstaltungshaus und zusammen mit Kai Schulz, Kämmerer Samtgemeinde Lühe, das Finanzierungsmodell erläutern und Fragen beantworten.

41. Kreissporttag 2009 in Grünendeich

Die Gemeinde Grünendeich ist gerne Gastgeber des Kreissporttages 2009, der aus Anlass des 125jährigen Bestehens des TUS Grünendeich-Steinkirchen hier stattfindet.

Breitensport ist ein zentraler Bestandteil unserer Freizeitaktivitäten. Gemeinsam Sport treiben bedeutet Spaß haben, etwas für Fitness und Gesundheit tun, sich bei Wettbewerben für den harten Kampf im Berufsalltag stählen und ganz wichtig, sich in sozialer Kompetenz üben, sich gemeinsam freuen, ärgern und auch Konflikte austragen lernen. Kurz gesagt: Sport ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer lebendigen Gesellschaft.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Kommunen angesichts der Bedeutung des Breitensports für die Gesellschaft noch viel mehr dafür tun müssen. Unverständlich finde ich es, wenn ich Berichte in den Medien finde, demnach einige Kommunen ihre Sportanlagen vernachlässigen, zum Teil dem Verfall Preis geben.

Natürlich lässt sich in Zeiten knapper Kassen leicht ein gutes Argument dafür finden. Ich meine, gerade in solchen Zeiten geht es darum, Schwerpunkte der Entwicklung in den Gemeinden und Regionen zu setzen. Politiker sollten sich nicht aus der Verantwortung schleichen, in dem sie mit dem Argument, ?wir haben kein Geld? gar nichts mehr tun und wie das Kaninchen auf die Schlange starren. Sie riskieren mit dieser Haltung die Verödung des Zusammenlebens in den Gemeinden.

Es kommt darauf an, dass Sport und Politik heute die Zeichen für Morgen setzen. Das hat mehrere Aspekte.

Abseits der Klassiker unter den Sportarten entwickeln sich neue Trendsportarten. Es gilt, rechtzeitig auf die sich im laufe der Zeit ändernden Bedürfnisse des modernen Menschen zu reagieren und die Infrastruktur bereit zu stellen. Ich denke da zum Beispiel an den immer wichtiger werdenden Bereich des Gesundheitssports.

Nicht vergessen dürfen wir auch, dass der Sportverein für die ganze Familie da ist, für Kinder, Eltern und Großeltern. Und das ist nicht bloß so dahin gesagt, weil es gut klingt. Sport verbindet die Generationen, führt sie in einen Dialog zurück, wo doch im Alltag allzu oft Sprachlosigkeit herrscht. Ein Beispiel: Unlängst haben wir hier ein Volleyball-Turnier ausgetragen. Mit 9 Mannschaften aller Altersgruppen war die Teilnahme unerwartet hoch und das Wettkampfgeschehen lebhafter denn je.

Viele Einrichtungen wollen heute Generationen übergreifend aktiv sein. Aber der organisierte Sport lebt das bereits seit Jahrzehnten vor.

Die Politik auf allen Ebenen hat meiner Meinung nach eine ernste Verpflichtung, den Breitensport in den Gemeinden zu unterstützten. Das bedeutet auch Geld bereit zu stellen für die Modernisierung von Sportanlagen, für Anschaffung und Erneuerung von Sportgeräten und für den reibungslosen Sportbetrieb. Dann dürfte es auch wieder leichter werden, Menschen zu finden, die bereit sind ehrenamtlich als Trainer, Spartenleiter oder Vorstände für den Trainings- und Spielbetrieb zu sorgen.

Unter den gegebenen Verhältnissen mit den hohen Umlagen an Samtgemeinden und Landkreis ist es den Gemeinden, um es klar zu sagen, unmöglich, mehr für den Breitensport zu tun. Auch Konjunkturpakete, die so viele Ausschlusskriterien haben, gaukeln etwas vor, was es in dem Umfang, wie es der Öffentlichkeit suggeriert wird, gar nicht gibt. Abgesehen davon, dass im Nachgang die Bewerbungskriterien geändert werden.

Ich meine, ob im Landkreis, in Hannover, Berlin oder Brüssel nur wenige Politiker haben die große gesellschaftliche Bedeutung des Breitensports wirklich verstanden. Es wird daher ein langer Weg sein, bis der Breitensport den Stellenwert in der Politik bekommt, den er verdient und vernüftige Budgets bereit gestellt werden.

Meine Damen und Herren, ich appelliere an Sie. Lasst nicht locker. Tretet den Politikern auf die Füße. Überzeugt. Ihr könnt das!

In diesem Sinne wünsche ich dem Kreissporttag gutes Gelingen.


Plattcast - der plattdeutsche Podcast

Hier stellen wir Ihnen das neue Projekt "Plattcast" vor. Plattcast ist ein "plattdeutsches Gedächtnis" und  Treffpunkt für alle Plattdüütsch-Interessierten im Internet.

Es gibt dort Film- und Tonbeiträge auf Platt über Menschen und Nachrichten aus der Nachbarschaft, aus dem Alten Land und anderen Regionen in Norddeutschland. Plattdeutsch aus dem Alltag.

Die Beiträge werden von Matthias Kahrs erstellt, der in Grünendeich/Mojenhörn aufgewachsen ist.

Schauen Sie doch einfach rein! http://www.plattcast.de


Einweihung der Gloger-Orgel

Einweihung der Gloger-Orgel in der Grünendeicher

St. Marien-Kirche am 21.Mai 2009

Liebe Grünendeicher/innen 

Geschichte wiederholt sich. Auch im Guten!

Die Einwohner Grünendeichs sind an einem Tag des Jahres 1766 aus eben dem Anlass zusammengekommen wie wir heute, 243 Jahre danach. Damals wie heute haben wir guten Grund zum Feiern und fröhlich sein. Denn damals wie heute hören wir zum ersten Mal die ganze Klangfülle der Orgel, die Dietrich Christoph Gloger entworfen und gebaut hat.

Dieses Ereignis wäre heute nicht möglich ohne die Initiative unseres Pastors Gemeinhölzer und des Vereins Gloger-Orgel Grünendeich,
die sich vor fünf Jahren nach Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten dieses beeindruckenden  ? auch in finanzieller Hinsicht ? großen Vorhabens umgesehen, fachlichen Rat und Unterstützung eingeholt haben und die vor allem nicht ruhten, bis wir alle in Grünendeich um die kulturhistorische Bedeutung der kleinen Orgel wussten und verstanden, was es bedeuten würde, das historische Instrument weiter dem Verfall Preis zu geben.

Dafür schulden wir Ihnen unseren großen Dank!

Sie haben es geschafft, dass wir in den schwierigen Zeiten knapper werdender Kassen unsere Herzen und unsere Geldbeutel geöffnet haben ‑  jeder nach seinen Möglichkeiten.

Ich bin sicher, zu Beginn des Projektes 2004, hat kaum jemand für wahrscheinlich gehalten, dass aus dem Aufruf zur Rettung der Gloger-Orgel in Grünendeich ein echtes Gemeinschaftsprojekt der 2000 Grünendeicher Einwohner  werden könnte.

Wir Grünendeicher dürfen heute, wie ich meine, mit Fug und Recht stolz auf uns sein. Denn wir haben mit dieser überwältigenden Spendenleistung unter Beweis gestellt, dass wir, wenn es drauf ankommt, ohne wenn und aber zusammenstehen. Wir sind in der Lage, alles Trennende hintanzustellen und einem großen, einigenden Ziel unterzuordnen. Das, meine Damen und Herren, ist ermutigend! Und ich wünsche mir, dass diese Haltung sich auch bei anderen Gelegenheiten in Grünendeich dokumentiert.

Die Endscheider in der Landeskirche hat es sicher positiven beeinflusst, dass wir Grünendeicher ohne große Diskussion geschlossen hinter dem Gloger-Projekt standen. Und es fiel den Damen und Herren sicher um Einiges leichter, das Projekt als förderwürdig anzuerkennen und 40 Prozent der Gesamtkosten zu übernehmen. Wir dürfen nicht vergessen, das alles hat sich ereignet zu einer Zeit, in der immer mehr Kirchen geschlossen werden.

Wir haben mit unserer spontanen Spendenbereitschaft ein Zeichen gesetzt, dass uns Grünendeichern das altehrwürdige Gotteshaus echt am Herzen liegt, und zwar in einer lebendigen Nutzung zur geistigen Einkehr und Freude seiner Besucher.

Im Namen der Gemeinde Grünendeich wünsche ich uns allen ein wunderbares Fest und ein gelungenes Orgelkonzert auf der nun wieder fertig gestellten Gloger-Orgel.

Ich freue mich sehr darauf:



5. Leuchtturmfest in Grünendeich

Bild des Leuchtturms in Grünendeich

Am Sonnabend, den 9. Mai 2009 von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr findet am Kirchenstieg in Grünendeich das 5. Leuchtturmfest statt.

Eigens zum Fest wird der weithin sichtbare rot-weiß-rot geringelte Leuchtturm geöffnet. Besucher haben die seltene Gelegenheit, den wunderbaren Ausblick auf die Elbe und das Alte Land zu genießen. 

 

 

 

  • Das Fest wird um 13.00 Uhr von Bürgermeisterin Dr. Maren Köster-Hetzendorf eröffnet. Ehrengast ist die Ollanner Appelkeunigin Katharina Schuback aus Grünendeich.
  • 13:45 Uhr Zum Auftakt tritt der Katharinenchor aus Stade auf. Die 50 Sänger und Sängerinnen haben beim Kreativwettbewerb des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend mit der Abschlussklasse der Altenpflege der BBS III in Stade den ersten Preis gewonnen. Auf dem Programm in Grünendeich stehen fröhliche Volkslieder, die unterstützt von einem Akkordeonspieler stimmgewaltig vorgetragen werden. 
     
  • 14.45 Uhr Die Altländer Volkstanzgruppe führt eine Auswahl ihrer schönsten Tänze vor. 
     
  • 15:30 Uhr Der Männergesangverein Harmonie Mittelnkirchen von 1844 feiert dieses Jahr seinen 165. Geburtstag. Volkslieder und Schlager stehen auf dem Programm.
     
  • 16:00 Uhr Die Aerobic-Gruppe des TUS Grünendeich-Steinkirchen zeigt ihr neues Programm unter Leitung von Anja Nöhmer
     
  • 16.30 Uhr und 17:30 Uhr Zum ersten Mal in Grünendeich: Der Rock- und Popchor ?Pop Academy? aus Stade mit eigener Band der Musikschule ?Musik Akademie? in Ottenbek.
     
  • Alle drei Chöre stehen unter der Leitung von Sam Eu Jakobs. 
     
  • Die Gemeindebücherei Steinkirchen-Grünendeich bietet für die kleinen Gäste ein Bilderbuchkino an.
  • Weitere Attraktionen sind: ein Mini-Bücher-Flohmarkt der Gemeindebücherei, Vital-Drinks und ein Glücksrad am Stand der Leuchtturm-Apotheke, Fan-Artikel-Stand des TUS Grünendeich-Steinkirchen zum 125. Vereinsgeburtstag, Die Feuerwehr Grünendeich führt ihre Fahrzeuge vor.
  • Der Stader Künstler Dieter-Theodor Bohlmann hat den Grünendeicher Leuchtturm gezeichnet und koloriert. An seinem Stand gibt es dieses Motiv und viele weitere Ansichten aus der Region.
  • Für Birefmarkenfans gibt es einen Sonderstempel. Der Verein der Briefmarken- und Münzenfreunde der Geest e.V. führt in die Welt der Postkarten- und Marken-Sammler ein.
  • Die Feuerwehr Grünendeich grillt Bratwurst und bietet Getränke an. Kaffee und Kuchen gibt es im Zelt beim DRK-Ortsverein. Torten- und Kuchenspenden werden gerne von Ratsfrau Nicole Freiwald an 9. Mai ab 11.00 Uhr am Festplatz entgegen genommen.

Der Kirchenstieg wird wegen des Leuchtturmfestes am 9. Mai  bis 19.00 Uhr vom Minneweg bis zum Elbdeich für den PKW-Verkehr gesperrt. Wer einen Stand mit Kunsthandwerk oder Flohmarktartikeln aufbauen möchte, wird gebeten, dies unter  04142 ? 3190 (Frau Freiwald) anzumelden. Es wird keine Standgebühr erhoben.

Jubiläumsempfang zum 125jährigen Bestehen des TUS Grünendeich/ Steinkirchen, Schöne Fernsicht, 24.1.2009

Grußwort Dr. Maren Köster-Hetzendorf, Bürgermeisterin Grünendeich

 

Sehr verehrte Frau Vorsitzende, liebe Dorle,

Hochgeschätzte Vorstandsmitglieder,

Liebe Festgäste,

die Gemeinde Grünendeich ist stolz auf den Turn- und Spielverein Grünendeich-Steinkirchen! Der TUS ist ein nicht wegzudenkender Ankerpunkt in unserem Gemeindeleben. Jeder vierte Einwohner ist Mitglied dieses Sportvereins und nutzt das Mitmachangebot.

Seit 125 Jahren sind wir eine sportliche Gemeinschaft. Das wirkt sich erfreulich positiv aus. Sport hält fit. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich Altersjubilare in der Gemeinde besuche. Ein 90igster Geburtstag ist keine Seltenheit mehr. Nicht wenige haben bis ins hohe Alter im Sportverein aktiv mitgemacht.

Die Erinnerungen der Sportveteranen sind dabei ganz eng mit der „Schönen Fernsicht" verknüpft. Auf Familienfeiern hier im Saal kommt die Rede unweigerlich auf den TUS. Denn hier lagen die Anfänge in Grünendeich. Seit 1922 war die Fernsicht das Vereinslokal des „Turn- und Spielvereins Grünendeich", der sich vom MTV Steinkirchen getrennt hatte. Der Saal diente als Turnhalle, dazu gibt es übrigens hier in der Fotoausstellung und in der neuen Vereinsbroschüre sehr schöne historische Aufnahmen. Werfen Sie mal einen Blick drauf.

Faustball und Handball spielten die Männer. Die Frauen hatten Spaß an anderem. In den dreißiger Jahren legte Emmy Wahlen flotte Musik zur rhythmischen Gymnastik auf. Meine 85jährige Mutter kann heute noch nicht ruhig im Sessel sitzen, wenn der Radetzky Marsch erklingt.

Der Sport bringt Menschen zusammen, die viel Gemeinsinn haben. Wer lieber für sich bleibt, ist wohl besser im Fitnessclub aufgehoben. Den gab es freilich noch nicht, als in den 20iger Jahren in Eigenarbeit der Sportplatz hier gegenüber angelegt wurde. Nach Feierabend griffen Männer wie Frauen zur Schaufel. Wir wären allerdings keine Altländer, wenn wir aus dem Platz nicht noch einen Zusatznutzen gezogen hätten, zum Beispiel durch die Verwendung als Parkplatz für auswärtige Gäste während der Blüte. Auch das dokumentieren alte Aufnahmen.

Unser ausgeprägter Sinn für das Nützliche und Praktische führte den TUS Grünendeich und den MTV Steinkirchen 1961 wieder zusammen: Das überzeugende Argument nach immerhin vier Jahrzehnten Trennung hatte vier Wände und ein Dach und stand gegenüber: die Sporthalle der damals neu errichteten Mittelpunktschule Steinkirchen- Grünendeich. Sie öffnete bis dahin ganz ungeahnte sportliche Horizonte und die Herzen der Sportler gingen auf.

Heute ist das gemeinschaftliche Zusammenwirken im TUS über allen Zweifeln erhaben. Das Motto von Turnvater Jahn: „Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei", wird vom Verein Tag für Tag gelebt. Da sind alle dabei, die vielen aktiven Mitglieder unterstützt von den Spartenleitern und dem Vorstand.

Hier stimmen die Vier Fs, die sie auf der Flagge von 1886 erkennen können: Die Aktiven im TUS gehen Woche für Woche „frisch ans Werk", sind „fromm im Glauben an die Gemeinnützigkeit und an die Wertbeständigkeit des Schaffens", sind „fröhlich untereinander" und „frei und offen in allem Handeln".

Ich wünsche dem TUS im Namen des Gemeinderates Grünendeich für die Zukunft: Bleibt was ihr seid und wie ihr seid. Wir brauchen Euch!"


Einwendung der Gemeinde Grünendeich zu den Planungsänderungsunterlagen bezüglich Fahrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Gemeinde Grünendeich, als eine wegen ihrer exponierten Lage an der Elbe von der geplanten Maßnahme am meisten betroffene Körperschaft, befürchtet durch die Elbvertiefung erhebliche Beeinträchtigungen ihrer Rechtspositionen und Interessen.

Zu dem obigen Plan werden daher von der Gemeinde Grünendeich die nachfolgenden

Einwendungen

erhoben.

Die Gemeinde bittet, ihr rechtzeitig vor der Anhörung die Stellungnahme der Vorhabensträger zu diesem Schreiben zu überlassen.

Grundsätzlich sind folgende Auswirkungen und Belastungen zu befürchten:

 

  • In den Planungsunterlagen gibt es keinen Hinweis auf die Erosion der Unterwasserböschung am Lühebogen. Die Böschung ist auf der Strecke von einem Kilometer links und rechts der Lühemündung stark erodiert. Die Standsicherheit des Deiches ist dadurch ‑ mit allen Konsequenzen für die Anwohner ‑ beeinträchtigt. Es bedarf eines Standsicherheitsnachweises für den Elbdeich und der Benennung von Sicherungsmaßnahmen.
  • Schon seit vielen Jahren wird das Elbwasser zur Bewässerung und zur Frostschutzberegnung über die Deichlinie in das Binnenland der Gemeinde Grünendeich geleitet. . Die Auswirkungen der Fahrrinnenanpassung reichen damit über das definierte Untersuchungsgebiet hinaus und müssen untersucht werden.
  • Die Gemeinde Grünendeich schließt sich darüber hinaus den Einwendungen vom Ingenieurbüro Dr.-Ing.Manzenrieder und Partner (Stellungnahme und Einwendungen zu den Planänderungsunterlagen im November 2008 im Auftrag der Samtgemeinde Lühe und der Gemeinde Jork) voll inhaltlich an.

Die Gemeinde Grünendeich widerspricht unter Bezug auf die obigen Einwendungen dem beabsichtigten Planungsvorhaben sowie einer einstweiligen Invollzugsetzung vorgezogener Maßnahmen.

Zur Klarstellung wird darauf hingewiesen, dass die Einwendungen 2007 der Gemeinde Grünendeich zum Planfeststellungsverfahren vom 12. September 2006 vollumfänglich weiter Bestand haben.

Mit freundlichen Grüßen


Volkstrauertag 16. November 2008. Ansprache BM Grünendeich Dr. Maren Köster-Hetzendorf

Liebe Bürger Grünendeichs,

Vertreter der Feuerwehr und Verbände,

Verehrte Ratsmitglieder!

Wir gedenken an diesem Tag den Kriegstoten und Opfern der Gewaltherrschaft aller Nationen. Das Gedenken ist eine Mahnung zur Versöhnung, zum Verständnis und zum Frieden.

Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich der Umgang des offiziellen Deutschland mit dem Begriff „Krieg“ gewandelt. Es gibt das Wort gar nicht in Zusammenhang mit dem deutschen Engagement in Afghanistan gegen die islamischen Taliban-Fundamentalisten. Die offizielle Sprachregelung ist: „Einsatz in Afghanistan“.

Das ist sachlich und wertfrei. Aber Krieg ist nicht so. Im Krieg wird um die Durchsetzung von Interessen gekämpft. Krieg ist – um mit den Worten von Clausewitz zu sprechen – die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Diese Mittel sind Tod bringend.

Wer Krieg führt nimmt das Risiko in Kauf, dass dabei die Soldaten der Gegenseite getötet werden, dass Zivilisten getötet werden, dass die eigenen Soldaten fallen.

Es hat Jahre gedauert, bis unser Verteidigungsminister auf einer Trauerfeier kürzlich erstmals deutsche Soldaten, die bei der Ausübung ihres Berufs ums Leben gekommen waren, als Gefallene bezeichnete. Die toten deutschen Soldaten sind im Krieg gefallen, den Deutschland mit anderen Nationen in Afghanistan führt.

Dies auszusprechen, war ein erster Schritt zur bewussten Auseinandersetzung mit dem, was unsere Soldaten am Hindukusch tun. Es sind eben keine verkleideten Helfer des Technischen Hilfswerks, die Straßen und Wasserleitungen reparieren.

Wir erfahren nur dann etwas über das Kriegsgeschehen in Afghanistan, wenn es ein besonders schweres Selbstmordattentat gegeben hat oder wenn das Mandat der Truppe wieder einmal vom Bundestag verlängert werden soll.

Niemand hinterfragt den eigentlichen Sinn des Einsatzes, niemand nennt konkrete Ziele oder Fristen zur Erreichung der Ziele. Bundestagsabgeordnete heben den Arm und es geht in die nächste Runde. In die nächste Runde von Tod und Verderben mit noch mehr Geld und noch mehr Waffen und noch mehr Soldaten. Für Wen? Für Was?

Das, was dort täglich geschieht, ist kein Spiel am Computer, das wir nach Belieben an- und ausschalten können. Dort wird scharf geschossen mit echter Munition und auch echt gestorben.

Das Argument „ die Freiheit wird am Hindukusch verteidigt“ vernebelt die Interessenlage, senkt die Hemmschwelle, in den nächsten und nächsten Krieg einzutreten. Einzige Bedingung: Der Kriegsschauplatz muss weit genug entfernt sein, damit wir nur gelegentlich damit in Berührung kommen, wenn die Särge mit gefallenen Soldaten nach Hause gebraucht werden.

So darf es nicht sein!

Wir gedenken heute den Toten und Gefallenen der beiden Weltkriege. Ihr Tod soll uns eine Mahnung sein gegen die Verharmlosung von Krieg und Kriegseinsatz.